Zeitungsartikel
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Fumble lassen
sich nicht hinters Licht führen
Des
Henly begann zuversichtlich, die erste Nummer des Sets zu singen.
Sicher hatte er den Rocker in der ersten Reihe bemerkt, der versuchte,
seine Aufmerksamkeit auf seine Hose zu lenken. Aber auf diesen Trick
würde er nicht reinfallen – Der älteste Trick überhaupt, wenn der
Typ in der ersten Reihe versucht, dir klarzumachen, dass du nur
halb angezogen bist.
Fünf Minuten später manövrierte Henly seine Gitarre in Position
und zog, passenderweise etwas verlegen, seinen Reissverschluss zu.
So ist das Leben für Fumble, eine Band, die sich auf abgegriffene
Oldies aus der Fünfzigern / späten Sechzigern spezialisiert, und
die in den letzten Wochen eine Kult-Anhängerschaft geschaffen hat.
Fumble sind nicht cool und groovy – sie spezialisieren sich nicht
auf lange Gitarrensoli oder ähnliches. Was sie versuchen ist, alles
zurück zu seinen Ursprüngen zu bringen. Das Leben, so haben sie
entschieden, wird schon viel zu ernst genommen. Auf jeden Fall von
den meissten Leuten im Musikbusiness in der letzten Zeit.
Einfach weil sie Musik der Fünfziger / Sechziger spielen, werden
natürlich Vergleiche mit Sha Na Na gezogen. Tatsächlich sagen Fumble,
dass sie weder eine billige Kopie sind, noch eine Sha Na Na Version
für Arme.
„Wir haben nicht auf irgendeine Art versucht, sie zu kopieren,“
wurde ich informiert. „Ich habe die tatsächlich nie gesehen,“ erklärte
Henly und zog ein komisches Gesicht für den Fall, dass es sich so
angehört hat, als würde er Sha Na Na abschreiben und für unwesentlich
halten. Der Hauptunterschied zwischen den beiden Bands scheint zu
sein, dass es für Sha Na Na ein grosser Jux ist, während Fumble
das Ganze ernsthaft machen. So wie die Musik dieser Ära und das
Gefühl, welches sie hervorruft.
Wenn wir eine Nummer auf der Bühne spielen, versuchen wir nicht
genau wie auf Platte zu klingen – das Wichtigste ist, ein Gefühl
rüberzubringen. Wir versuchen sicher nicht, die Songs wiederzubeleben,
sondern die schöne Stimmung, die mit diesen Songs verbunden war.
Die Leute sind so ernst, und dabei verpassen sie so viel.
Kids gehen zu einem Konzert und sind besorgt – sie sorgen sich darum,
ob sie die Musik die sie hören, die Band die sie sehen, toll finden.
Es geht sogar schon soweit dass es cool ist, sich mit der Technik
und den Verstärkern auszukennen, oder was auch immer. Jeder ist
ein Kritiker.“ Sicher, Fumble haben da ihre Meinung.
Eine Band, die allumfassend im letzten Jahr die Leute auf die Beine
brachte, waren natürlich Slade. Und intressanterweise haben Fumble
mit Slade gemeinsam, dass sie sich jeden Abend auf der Bühne aufs
Glatteis wagen mit dem Versuch, das Publikum zum mitmachen zu bewegen.
Für Slade gibt es da keine Probleme – Das Publikum ist so beeindruckt
und gedankenverloren, dass sie praktisch alles machen können. Noddy
Holder gibt den Ton an. Und erstaunlicherweise scheinen Fumble den
gleichen Effekt zu erzielen – Die Leute dazu zu bringen, ihr Coolheit
mal abzulegen (Schuhe, Hosenträger oder was auch immer), und einfach
mal abzutanzen.
Ihre Vorstellung von einem gelungenen Gig fasst Schlagzeuger Barry
Pike zusammen als: „Eines bei dem das Publikum abgeht, bei dem was
du tust“. Man bemerke, er erwähnte das Publikum – und nicht etwa
„mein Schlagzeug“ oder „Des‘ Gitarrenspiel“. Fumble sind nicht maßlos.
Das wichtigste ist die Show – und zu versuchen, den Spass in die
Köpfe der Leute hineinzubekommen.“ Spass ist wahrscheinlich einer
der Gründe, warum wir bis vor verhältnismässig kurzer Zeit noch
nie etwas von Fumble gehört haben.
Unter dem Namen „The Baloons“, mit der momentanen Besetzung – Sean
Mayes (Keyboard), Mario Ferrari (Bass), Barry Pike (Schlagzeug)
und Des Henly (Gitarre) - haben sie viel auf dem Kontinent gearbeitet.
Es gefiel ihnen, herumzureisen und Spass zu haben, und solange etwas
zu essen da war, waren sie glücklich. Geld spielte keine grosse
Rolle, und ganz unten auf den Plakaten zu stehen, machte ihnen ebenfalls
nichts aus. „Keiner erwartet von dir, überhaupt gut zu sein, also
kann auch niemand enttäuscht sein. Und wenn du gut bist, dann scheinen
sie es um so mehr zu würdigen.“
Vielleicht war ihr Manager John Sherry derjenige, der hauptsächlich
dafür verantwortlich war, die Band arrangieren. Als er Fumble zum
ersten mal traf, war Sherry jemand mit einem Telefon im Zimmer von
jemand anderem, der bemüht war, eine irgendeine Agentur zu starten.
Jetzt ist er höchst erfolgreich und kümmert sich um Leute wie Wishbone
Ash und Vinegar Joe.
Es war Sherry, der die denkwürdigen Worte zu Fumble sagte: „Ich
werde euch einfach nicht los, ihr sind meine Freunde“. Welche ihnen
vielleicht klarmachten, dass sie stagnierten, während er erfolgreich
war.. „Vor vierzehn Momaten änderten wir unseren Namen in Fumble
und die ganze Sache wurde intensiver. Auf der Bühne wussten wir,
wir hatten etwas und wir wussten, es war gut. Aber wir neigten leider
dazu, ein wenig bequem zu sein.
Fumble haben auf jeden Fall bei vielen Leuten den richtigen Ton
angeschlagen. Sie singen Lieder von Herz-Schmerz („Take Good Care
Of My Baby“), Traurigkeit („Ebony Eyes“), Wunder („Poetry In Motion“)
– In der Tat passt jede Rock Nummer dieser Ära in irgendeine dieser
Stimmungen. Man kann in Nostalgie schwelgen, mit Texten in denen
der Junge ein Mädchen liebt, vielleicht begehrt, in einer Zeit verweilen,
in der der es das Highlight der Woche war, in der letzten Reihe
im Kino zu sitzen – oder darauf zu warten, dass Mum and Dad endlich
zu Bett gingen, um dann auf dem Sofa mal kurz zu fummeln.
Das heutige Publikum – sagen wir mal 11-jährige, haben wenig Texte
mit denen sie sich identifizieren können. Die Texte in vielen Liedern
treffen einfach nicht auf sie zu. Mit den Texten der alten Songs
die wir spielen, kann sich jede Altersgruppe identifizieren.“
Fumble sind auf sicher eine der stärksten Bewerber für Erfolg im
kommenden Jahr. Sie haben einen soliden musikalischen Hintergrund,
eine stramme Bühnenshow und viel Spass. Einziges Hindernis könnte
sein, dass sie zu einer Insider-Band werden, was zwar ganz nett
wäre, sie aber ein wenig einschränken würde.
Trotzdem, ich glaube nicht, daß das passieret, denn sie scheinen
eine universelle Anziehungskraft zu haben.
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Weitere Artikel
( =
Artikel in englischer Sprache)
Erfolg für Gruppe
aus Weston im Beat-Wettbewerb (Lokale Zeitung, 1967)
Baloons fliegen hoch hinter
Eisernem Vorhang (Lokale Zeitung, 1968)
Fumble (Record Mirror,
1971)
FUMBLE (Beat Instrumental,
1972)
American Press (1972)
Fumble bekommen festen Halt
(1972)
Nancy findet alles heraus über....
(1973)
Fumble lassen sich nicht hinters
Licht führen (New Musical Express, 1973)
Fumble starten durch
zum Ruhm (1973)
Rumble, rumble..hier
kommen Fumble (Record Mirror, 1973)
Fumble beginnen sich gut zu
fühlen (Evening News, 1973)
Fumble US Tour (Record Mirror,
1973)
Eine Klasse für
sich (Sounds, 1973)
Under the influence:
Des Henly (New Musical Express, 1973)
Rollin' and Fumblin'
(Melody Maker, 1973)
The Raver (Melody Maker,
1973)
Back in time - Nutrockers!
(Reading Rock 73) 
Accident Prone (Music
Star, 1973) 
Interview with Barry Pike
(Drum Magazine 1974) 
Rock'n'Roll Band unterzeichnet
(St. Albans Midweek Recorder, 1974)
Record und Popswop Mirror
(Record & Popswop Mirror, 1975)
Robin Katz talked to
Sha Na Na and Fumble (Sounds, 1975) 
Pop wird Dezibel-dosiert
(Daily Telegraph, 1975)
Konzertberichte:
Bill Haley, Playhouse Theatre
(Datum unbekannt)
Newcastle, City Hall (Vorgruppe
von David Bowie) (7. Jan 1973) 
Philadelphia,
Tower Theatre (Vorgruppe v. David Bowie) (17. Feb. 1973)
London, Greyhound (17.
Mai 1973)
Paris (31. Mai 1973)
London, Speakeasy (7.
Juni 1973)
London, Marquee Club
(14. Juli 1973) 
London, Rainbow Theatre (Vorgruppe
v. Chuck Berry) (7. Sept. 1973)
London, Marquee Club
(März 1974)
Bristol, Universität
(27. Apr. 1974) 
London, Kings Road Theatre
(15. Dez. 1974) 
Burton-on-Trent, 76 Club
(29. März 1975)
London Roundhouse (Vorgruppe
v. Dr. Feelgood) (20. April 1975)
Festivals
Reading Festival 1973
Alexandra Palace Music Festival
1973
Roskilde Festival,
Dänemark 1973 (Sounds) 
Roskilde Festival, Dänemark
1973 (NME) 
Plattenkritiken:
Fumble (Sovereign) 1972
(Melody Maker)
Poetry In Lotion (RCA)
1974 (Disc, Melody Maker)
Alexandra Park (Sovereign)
1973 (Disc Magazin)
Million Seller (Sovereign)
1973 (Melody Maker, NME, Disc, Sounds)
Not Fade Away (RCA) 1974
(Record Mirror, Melody Maker, NME)
Don't Take Love (RCA) 1974
(Sounds)
Deutsche / Dänische Artikel:
Fumble reitet auf der Oldies-Welle
(fans, 1973)
Fumble - Nostalgischer
Pomaden-Pop (Flash Magazin, 1973)
Durch Sturheit zum Erfolg
(BRAVO, 1973)
FUMBLE (GO, 1972)
Sjoveste LP i lang tid (Dänische Zeitschrift, ca. 1972)
Kendt beatgruppe i Diskotek Limelight (Dänische Zeitung,
. 1973)
Roskilde-festival en stor succes (Berlingske Tidende, 1973)
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