Zeitungsartikel
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20. Apr 1975 - London Roundhouse
(Vorgruppe von Dr. Feelgood)
DR.
FEELGOODS erster grosser Auftritt als Headliner kam verhältnismässig
schnell; DJ Jerry Floyd betonte, dass die Band gerade erst letztes
Jahr bei ihrem Auftritt im Roundhouse ganz unten auf der Liste stand.
Also muss es für sie erfreulich gewesen sein, daß das Konzert
vom Sonntag ausverkauft war.
Bedenkt man, dass die meissten Leute gekommen waren, um Dr. Feelgood
zu sehen, so war es sehr zum Lob von Fumble, dass sie sehr viel echten
Enthusiasmus aufgebracht haben, mit einer Mischung aus Songs aus den
Fünfzigern - "Poetry In Motion", "Book Of Love"
etc. - und ihrem eigenen Material, wie etwa "So Long Marilyn",
ein Tribut an Marylin Monroe (geschrieben, lange bevor es in Mode
kam).
Vor ein paar Jahren litten Fumble unter der Unwürde, von allen
gleichzeitig gemocht zu werden, was bedeutete, dass es die erniederigende
Tendenz gab, sie für selbstverständlich hinzunehmen. Sie
sind jedoch eine der professionellsten Bands, mit mehr On-Stage Persönlichkeit
als viele andere, und einem weit sinnlicheren sound, jetzt, da der
neue Leadgitarrist voll eingearbeitet wurde.
Aber jetzt mache ich Pause, frage mich wie ich den lächerlichen
Effekt übermitteln soll, Wilko Johnson das erste Mal ausgesetzt
zu sein (etwas ähnlich wie Gammastrahlen oder so eine Art Nervengas)
und dessen voll gewahr zu sein, dass jeder, der einen Stift schwingen
kann, diesen brillianten, wenn auch leicht unförmigen Kopf bereits
kriecherisch mit Superlativen überschüttet hat.
Es muss grosartig für die erste Person gewesen sein, die über
Dr. Feelgood schreiben durfte, jedes Adjektiv noch zur Verfügung.
Nun muss man wirklich neues Vokabular erfinden...
Zum einen war der Grad der Begeisterung des Publikums ungewöhnlich.
Es erinnerte mich mehr als alles andere daran, wie die Leute vor zehn
Jahren auf die Stones reagiert hatten, ein Gefühl, wie am Beginn
von etwas ganz grossem.
Wilko Johnson brauchte nur mit der Wimper zu zucken um die Menge zur
Hysterie zu bringen. Allerdings hat er mehr als das getan, machte
sich auf zu wilden Ausflügen über die Bühne, mit der
Anmut irendwelcher Jahrmarkt-Attraktionen, plötzliche abrupte
Drehungen bei einheitlicher Geschwindigkeit (Keine Zeit für Beschleunigungen
verschwendet).
Sänger Lee Brilleux ist nicht weniger en Star. Wilko mag ziemlich
schräg sein, aber er ist einfach böse, mit einer kraftvollen
Stimme, hervorragend passend zu dem wahnsinnigen Gestottere der Telecaster
und der ebenso schmutzigen Rhytmus-Sektion.
Er schwitzt übermässig und tupft sich ständig sein
Gesicht mit einem Handtuch ab, spielt eine excellente Slide-Gitarre
zu einigen Nummern, Mundharmonika zu anderen, hockt sich hin und macht
ungezogenere Dinge mit dem Mikrofon als irgendjemand anderes. Es schien,
als wäre es ein Standard-Set, was das Material anbetraf, obwohl
das gesamte Selbstvertrauen der Band sich in letzter Zeit sehr verbessert
hat.
Sie begannen mit "Talking `Bout You" und machten weiter mit anderen
Rock Standards wie "My Baby, Your Baby" und etwas von ihrem eigenen
Material, einschliesslich "Roxette" und der neuen Single "She Does
It Right", welche gut genug war, die einzige denkbare Kritik abzuschmettern,
die es bezüglich der Band hätte geben können - dass
ihr Neuheitswert grösser sein könnte, als ihre Beständigkeit.
Eine brilliante Version von "Route 66" beendete das Set,
aber es gab Zugaben. W.J. kam zurück auf die Bühne, wirklich
überrascht und erfreut von der Reaktion und ruinierte komplett
sein Ex-Häftlings Image indem er dem Publikum Küsse zuwarf.
Dann sang er "I'm A Man" während Brilleaux kräftig
in seine Mundharmonika blies. Johnson's Stimme klingt so wie er aussieht
(seht ihr, meine Kräfte, sie zu beschreiben sind erschöpft)
und es war wirklich gut, ausser der Unruhe, unter der er litt, als
er für ein paar Minuten mal auf einem Fleck stehen musste. "Boney
Moroney" und "Tequila" folgten, und das war's. Obwohl
Feelgood's Sachen alle ziemlich ähnlich sind, wiederholen sie
sich nicht, aber funktionieren auf hinterlistige Art und steigern
sich bis zu einem deutlichen Gipfel der Begeisterung.
Ich habe den Bassisten Sparko und den Drummer The Figure nicht erwähnt,
hauptsächlich weil ich sie nicht sehen konnte, aber ihr gemeinsamer
Sound war fabelhaft. Grossartige Bassläufe und schnelles, solides
Schlagzeug. Vielleicht ist es unvermeidbar, dass Brilleaux und Johnson
mehr Aufmerksamkeit bekommen.
Aber das Gute an Dr. Feelgood ist, dass sie so sehr eine Band sind.
-LINDSEY BOYD-
NEW MUSICAL EXPRESS
21. April 1975
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Weitere Artikel
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Artikel in englischer Sprache)
Erfolg für Gruppe
aus Weston im Beat-Wettbewerb (Lokale Zeitung, 1967)
Baloons fliegen hoch hinter
Eisernem Vorhang (Lokale Zeitung, 1968)
Fumble (Record Mirror,
1971)
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Fumble lassen sich nicht hinters
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Fumble beginnen sich gut zu
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Fumble US Tour (Record Mirror,
1973)
Eine Klasse für
sich (Sounds, 1973)
Under the influence:
Des Henly (New Musical Express, 1973)
Rollin' and Fumblin'
(Melody Maker, 1973)
The Raver (Melody Maker,
1973)
Back in time - Nutrockers!
(Reading Rock 73) 
Accident Prone (Music
Star, 1973) 
Interview with Barry Pike
(Drum Magazine 1974) 
Rock'n'Roll Band unterzeichnet
(St. Albans Midweek Recorder, 1974)
Record und Popswop Mirror
(Record & Popswop Mirror, 1975)
Robin Katz talked to
Sha Na Na and Fumble (Sounds, 1975) 
Pop wird Dezibel-dosiert
(Daily Telegraph, 1975)
Konzertberichte:
Bill Haley, Playhouse Theatre
(Datum unbekannt)
Newcastle, City Hall (Vorgruppe
von David Bowie) (7. Jan 1973) 
Philadelphia,
Tower Theatre (Vorgruppe v. David Bowie) (17. Feb. 1973)
London, Greyhound (17.
Mai 1973)
Paris (31. Mai 1973)
London, Speakeasy (7.
Juni 1973)
London, Marquee Club
(14. Juli 1973) 
London, Rainbow Theatre (Vorgruppe
v. Chuck Berry) (7. Sept. 1973)
London, Marquee Club
(März 1974)
Bristol, Universität
(27. Apr. 1974) 
London, Kings Road Theatre
(15. Dez. 1974) 
Burton-on-Trent, 76 Club
(29. März 1975)
London Roundhouse (Vorgruppe
v. Dr. Feelgood) (20. April 1975)
Festivals
Reading Festival 1973
Alexandra Palace Music Festival
1973
Roskilde Festival,
Dänemark 1973 (Sounds) 
Roskilde Festival, Dänemark
1973 (NME) 
Plattenkritiken:
Fumble (Sovereign) 1972
(Melody Maker)
Poetry In Lotion (RCA)
1974 (Disc, Melody Maker)
Alexandra Park (Sovereign)
1973 (Disc Magazin)
Million Seller (Sovereign)
1973 (Melody Maker, NME, Disc, Sounds)
Not Fade Away (RCA) 1974
(Record Mirror, Melody Maker, NME)
Don't Take Love (RCA) 1974
(Sounds)
Deutsche / Dänische Artikel:
Fumble reitet auf der Oldies-Welle
(fans, 1973)
Fumble - Nostalgischer
Pomaden-Pop (Flash Magazin, 1973)
Durch Sturheit zum Erfolg
(BRAVO, 1973)
FUMBLE (GO, 1972)
Sjoveste LP i lang tid (Dänische Zeitschrift, ca. 1972)
Kendt beatgruppe i Diskotek Limelight (Dänische Zeitung,
. 1973)
Roskilde-festival en stor succes (Berlingske Tidende, 1973)
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